4 Dinge, die Sie bei Hitze vermeiden sollten

Wochenlang weit über 30 Grad, nachts kaum lindernde Abkühlung – in diesem Jahr standen Juli und August im Zeichen der Sonne. Viele Menschen kommen damit eher schlecht zurecht. Die Alpha-Ärzte haben für Sie zusammengestellt, was an übermäßig warmen Tagen aus medizinischer Sicht zu beachten ist. So ertragen Sie den nächsten Hitzeschub besser.

Sport Hitze

1. Zu viel Anstrengung und Sport

Bei Hitze hat der Körper so manches Problem. Die größte Herausforderung: Die Temperatur im Normalbereich zu halten. Im Körperinneren sind das etwa 37,5 Grad Celsius. Nähert sich die Außentemperatur der des Körpers, funktioniert die Wärmeregulierung immer schlechter.

  • Bei Bewegung schaltet der Kreislauf noch einen Gang höher. Die Muskeln treten in Aktion und heizen den Organismus zusätzlich auf.
  • Kommt der Mensch näher an sein Limit, nimmt die Schweißproduktion zu. Das soll die Körperoberfläche kühlen. Auch der Blutdruck steigt, weil das Blut zur Hitzeabfuhr in die hautnahen Gefäße gepumpt wird. Resultat kann der berühmte „rote Kopf“ sein.

Was im Normalfall segensreich ist, kann in der Gluthitze zum „Überkochen“ führen. Kopfschmerzen und Schwindelgefühle sind mögliche Folgen, im schlimmsten Fall ein Hitzschlag.
Körperliche Anstrengung also so weit wie möglich reduzieren. Sport nur mäßig betreiben und am besten auf die kühleren Morgenstunden verschieben. Lauschen Sie genau in sich hinein und ruhen Sie sich bei ersten Anzeichen von Erschöpfung aus.

2. Zu wenig trinken

Etwa ab 30 Grad Außentemperatur springt der körpereigene Kühlkreislauf so richtig an – auch wenn man eigentlich im Relax-Modus ist. Der Hitzegeplagte sitzt bald im feuchten T-Shirt da. Der abgesonderte Schweiß besteht zu mehr als 99 Prozent aus Wasser. Aber auch wichtige Salze und Mikronährstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium gehen dem Körper beim Schwitzen verloren.

  • Bei großer Hitze dunsten wir leicht 5 Liter Flüssigkeit und mehr pro Tag aus. Die übliche Empfehlung, 2 bis 3 Liter pro Tag zu trinken, wird hinfällig.
  • Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rät, mindestens 1 Liter mehr zu trinken als sonst.

Packen Sie für längere Aufenthalte draußen also ausreichend zu trinken ein. Am besten sind ungekühltes Mineralwasser, nicht zu warmer Tee oder Saftschorle. Zu kalte Getränke entziehen dem Körper wertvolle Energie. Salzgebäck und elektrolythaltige Getränke können den Nährstoffmangel ausgleichen, den das Schwitzen mit sich bringt.

Wasser Hitze

3. Längere Aufenthalte in der Sonne

Wie sehr die Hitze auch in die Häuser hineinkriecht: Drinnen ist es doch meist um einiges kühler. Besonders bei älteren und gesundheitlich angeschlagenen Personen schont jeder Wärmegrad weniger den Körper. Spaziergänge also möglichst erst am Abend oder am frühen Morgen machen. Dann knallt die Sonne nicht so vom Himmel.

  • Im Freien braucht der Kopf besonderen Schutz. Ein Sonnenhut oder eine Mütze hält unser wichtigstes Organ, das Gehirn, ausreichend kühl. Das schützt vor einem gefährlichen Sonnenstich.
  • An Sonnenschutzmittel sollten Sie ebenfalls denken. Auch vorgebräunte Haut kann bei zu langem UV-Beschuss einen fiesen Sonnenbrand davontragen.

Beim Wechsel von kühlen Räumen in die flirrende Hitze ist besondere Vorsicht geboten. Nach dem Aussteigen aus dem klimatisierten PKW gilt das Gleiche. So mancher reagiert auf den Hitzeschock nämlich mit körperlicher Schwäche. Der Organismus sendet „Alarmsignale“, weil er es nicht schafft, Blutdruck und Feuchtigkeitshaushalt schnell genug an die neue Umgebung anzupassen. Die Lösung: Beim Gang ins Freie erst mal langsam machen, sich zum Beispiel auf eine schattige Bank setzen oder ganz gemütlich schlendern.

4. Nachtschlaf in der überhitzten Wohnung

Bei Innentemperaturen von weit über 20 Grad Schlaf zu finden ist schwierig. Besser, Sie halten Ihre Wohnung möglichst kühl. Sie vermeiden so langes Hin-und-her-Wälzen ebenso wie schlaflose Perioden. Und sind morgens fit für einen anstrengenden Tag.

  • Bis zum Abend sollten Fenster und Türen konsequent geschlossen bleiben. Das hält die aufgeheizte Luft draußen. Fenster und Balkontüren an Sonnenseiten nach Möglichkeit mit Rollläden oder Rollos abdunkeln.
  • Erst abends oder in den frischeren Morgenstunden alle Fenster öffnen und für Luftaustausch sorgen. Nachts bei offenem Fenster zu schlafen kann wohltuend sein.

Fenster, die tagsüber offen oder gekippt sind, saugen hingegen nur heiße Luft in die Wohnung. In besonders wärmegeplagten Dachwohnungen können Sie feuchte Tücher vor den Fensternischen aufhängen. Das steigert die Verdunstung und kühlt ein wenig.
Angenehmeren Schlaf finden sie in einem leichten Pyjama. Mehr als ein Baumwoll-Laken brauchen Sie für die Nachtruhe in „tropischen Nächten“ normalerweise nicht.

Schlaf Hitze

Die Alpha-Ärzte helfen auch bei Hitzeproblemen

Die Hitze macht Ihnen gesundheitlich zu schaffen? Der Kreislauf spielt verrückt, Sie fühlen sich matt? Einer der erfahrenen Alpha-Ärzte kommt jederzeit gern zu Ihnen.
Bei schweren Hitzeschäden wie einem Hitzschlag oder Sonnenstich rufen Sie jedoch bitte sofort den Notarzt unter 112 oder lassen sich in die Notaufnahme eines Krankenhauses fahren. So erhalten Sie noch schneller die dringend notwendige Hilfe.

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