Kranke Kinder brauchen viel Zuwendung

Ein krankes Kind kann einem ganz schön Sorge bereiten. In der Familie geraten nicht nur die Abläufe durcheinander. Oftmals herrscht auch Unsicherheit, was für die Genesung das Beste ist. Die Ärzte des Privatärztlichen Haus- und Notdienstes Alpha zählen Kinder häufig zu ihren Patienten. Sie haben ein paar Erfahrungen für Sie zusammengestellt.

  junge putzt nase

Der Kinderkörper funktioniert anders

Der kindliche Körper ist nicht ausgewachsen, folglich „tickt“ so manches Organ auch anders. Nasennebenhöhlen-Vereiterungen zum Beispiel kommen bei kleinen Kindern nicht vor. Der Grund: Die Nebenhöhlen bilden sich erst mit dem Schulalter vollständig aus. Grippale Infekte (die landläufige „Erkältung“) kommen und gehen bei den Kleinen viel schneller, und zwar im Durchschnitt zehn Mal im Jahr.

Kind liegt müde auf Schultisch

Oft fehlen einfach die Worte

Kleinere Kinder können schlecht benennen, was ihnen fehlt. Das bleibt so, bis sie der Sprache einigermaßen mächtig sind. Aber auch bei älteren Kindern verstecken sich hinter dem „Bauchweh“ oft ganz andere Beschwerden. Das Körpergefühl ist eben noch ein anderes als bei Erwachsenen. Darum ist für die Diagnose von Erkrankungen, die nicht gleich ins Auge fallen, ein erfahrener Mediziner wichtig. Er kennt den kindlichen Körper und kann an typischen Symptomen ablesen, worunter der kleine Liebling tatsächlich leidet.

Junge mit kranken Teddys

Manche Krankheiten bekommen (fast) nur Kinder

Das gilt gar nicht mal für die berühmten „Kinderkrankheiten“: An Masern, Windpocken oder Mumps können auch Erwachsene erkranken – oft mit durchaus ernsten Folgen. Diese Leiden treten bei Kindern bloß viel häufiger auf, falls sie nicht dagegen geimpft sind. Und Impfen ist bei ernsteren Infektionskrankheiten wie Masern unbedingt empfehlenswert. Typische „Kita-Krankheiten“ hingegen sind etwa Hand-Fuß-Mund und das Drei-Tage-Fieber. Erstere Krankheit äußert sich durch Bläschen an Gesicht und Extremitäten, das Drei-Tage-Fieber ist durch tagelanges hohes Fieber gekennzeichnet. Mit beidem stecken sich Erwachsene eher selten an, ausgeschlossenen ist das aber nicht.

Tapfere Kerlchen

Kinder können auch unter harmloseren Erkrankungen ganz schön leiden – besonders, wenn sie noch zu klein sind, um zu verstehen, was mit ihnen los ist. Das Fieber und die Gaumenschmerzen, die bei einem zahnenden Kleinkind auftreten können, hat schon manches Elternpaar fast verzweifeln lassen. Andererseits stecken Kinder oft ganz schön was weg: Auch mit einem ausgewachsenen grippalen Infekt toben sie immer noch ihren Spielkameraden hinterher. Im Spiel vergessen sie oft, sich ein bisschen zu schonen. Solange das Kind kein Fieber hat, braucht es bei einer der häufigen Erkältungen übrigens nicht der Kita oder der Schule fernzubleiben. Und wenn der Nachwuchs auch mit harmloseren Erkrankungen nur schlecht zurechtkommt? Kinder folgen hier häufig dem familiären Vorbild. Es kann also nicht schaden, seinen eigenen Umgang mit Krankheiten zu hinterfragen. Wer sich schon bei einem kleinen Schnupfen mit dem ganzen Arsenal aus der Apotheke versorgt, kann seinem Kind schwerlich einen „natürlichen“ Umgang mit der Krankheit abverlangen.

Krankes Kind mit Schnuller

Dem Immunsystem auf die Sprünge helfen

Gerade Erkältungen haben auch ihr Gutes. Das kindliche Immunsystem, das bei der Geburt noch schwach ist, gewinnt mit jedem Infekt an Robustheit. Im Alter von etwa drei Jahren ist es meist so stark ausgebildet, dass der Nachwuchs nicht mehr so anfällig ist. Bei gefährlichen Infektionskrankheiten sieht das jedoch anders aus. Keuchhusten, Masern, Windpocken und andere können schwere Folgeschäden nach sich ziehen oder gar zum Tod führen. Darum ist der Kinderarzt auch verpflichtet, das Auftreten solcher Krankheiten bei den Gesundheitsbehörden zu melden. Verantwortungsvolle Ärzte raten, bei Kindern den Impfempfehlungen zu folgen. Die Impfung verleiht dem Kind normalerweise eine gute Widerstandfähigkeit gegen die entsprechenden Erreger.

Krankheiten kündigen sich oft an

Ein Kind zeigt häufig Anzeichen für eine anfliegende Erkrankung. Das können zum Beispiel gerötete Wangen, auffällig kalte Füße bei heißem Körper oder häufiges Quengeln sein. Wenn Sie solche Zeichen zu deuten wissen, können Sie sich frühzeitig darauf einstellen und entsprechende Vorkehrungen treffen, zum Beispiel die Betreuung des kleinen Patienten organisieren.

Arzt untersucht kleines Kind

Kinder brauchen viel Zuwendung

Besonders fiebernde Kinder verlangen oft die Nähe eines Elternteils oder einer anderen vertrauten Person. Im Bett kurieren sie sich deutlich weniger gern aus, als ein Erwachsener das tun würde. Wichtiger, als jeden Fieberschub mit Medikamenten zu senken, ist die ausgeprägte Kümmerbereitschaft. Dabei kann man auch mal fünfe gerade sein lassen: Ein krankes Kind kann ruhig auch mal ein paar Minuten länger vor dem Fernseher verbringen. Hörspiele und Vorlesen bringen Abwechslung. Fiebersenkende Mittel sollten Sie nur dann geben, wenn das Fieber sehr stark ansteigt oder es dem Kind sichtbar schlecht geht. Ibuprofen in kindgerechter Dosierung zum Beispiel kann gleichzeitig auch Kopfschmerzen und starke Mattigkeit vertreiben.

Sparen Sie nicht an Erholungszeit

Wie Erwachsenen sollte man auch Kindern die Gelegenheit geben, sich richtig auszukurieren. Als Arbeitnehmer haben Sie das Recht, Ihr krankes Kind mehrere Tage im Jahr zu Hause zu betreuen – und dafür der Arbeit fernzubleiben. Aus falsch verstandener Diensteifrigkeit schicken manche Eltern das Kind wieder in die Betreuungseinrichtung oder in die Schule, obwohl es nicht vollständig genesen ist. Das kann sich in Form eines verschleppten Krankheitsverlaufs rächen. Wenn Sie sich die Krankheit vom Kinderarzt bescheinigen lassen, kommt die Krankenkasse für einen Großteil der Gehaltszahlungen auf, die während der Fehlzeit anfallen. Je nach Arbeits- oder Tarifvertrag schießt Ihr Arbeitgeber eventuell den Rest zu.

Verarzteter Teddybär

Lieber einmal zu viel den Kinderarzt rufen

Das Baby röchelt verdächtig beim Atmen, der Hautausschlag lässt sich nicht richtig deuten: Trotzdem scheuen manche Eltern den Besuch beim Kinderarzt. Im Wartezimmer könnte sich das Kind ja was „Richtiges“ einfangen, und lange Wartezeiten nimmt nicht jeder gern in Kauf. Nutzen Sie doch die Möglichkeit, den Kinderarzt direkt nach Hause zu rufen. In der vertrauten Umgebung zeigen besonders kleine Kinder sich den Untersuchungen eher zugänglich – und bei Atemwegserkrankungen zum Beispiel spart man sich gern den Gang durch die kalte Luft. Die Alpha-Ärzte verfügen in jedem ihrer Einsatzgebiete über mehrere Kollegen, die mit der Behandlung von Kindern viel Erfahrung haben. Wir kommen jederzeit gern zu Ihnen.

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