Aktuelle Grippewelle 2018: Lohnt sich eine Impfung noch?

Fieber, trockener Husten, Kopfschmerzen und starkes Krankheitsgefühl: Eine Grippewelle ist im Umlauf und hält Patienten und Arztpraxen in Atem.

Die sogenannte Grippewelle startet in Deutschland erfahrungsgemäß um den Jahreswechsel und steigert sich dann von Woche zu Woche. In den vergangenen Jahren dauerte die Grippewelle dann drei bis vier Monate.

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Warum gerade im Winter nach der Jahreswende die Zahl der Grippe-Erkrankungen steigt, ist unklar. Influenzaviren scheinen bei niedrigeren Temperaturen außerhalb ihrer Wirtsstrukturen (menschliche Atemschleimhaut) stabiler zu sein.

Die trockene Luft im Winter macht die Schleimhaut der oberen Atemwege anfälliger für eine Infektion, zudem ist das Immunsystem im Winter weniger stark als im Sommer,

Ein weiterer Faktor könnte nach Ansicht der Experten auch sein, dass wir uns im Winter längere Zeit zusammen mit anderen Menschen in weniger gut belüfteten Räumen aufhalten – da haben die Viren ein leichtes Spiel.

Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion

Zuerst einmal muss man sich bewusst werden, wie die Ansteckung überhaupt möglich ist.

Am häufigsten geschieht die Ansteckung über die sogenannte Tröpfcheninfektion. Dabei hustet oder niest der erkrankte Mensch, wodurch sich die Erreger über feinste Tröpfchen im Raum verteilen. Das bedeutet: Im öffentlichen Raum – egal ob im Büro, Supermarkt oder Nahverkehr – ist man der Gefahr ständig ausgesetzt.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich über Schmierinfektion anzustecken. Falls ein Infizierter beispielsweise Lichtschalter, Türklinken oder ähnliches angefasst hat, können auch hier Erreger lauern.

Infizierte Personen müssen also gar nicht husten oder niesen, um die Viren zu verteilen, Schon in der ausgeatmeten Luft tummeln sich die Erreger. Experten raten, einen Abstand von bis zu 70 Zentimetern einzuhalten, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Bei Niesen sind bis zu zwei Meter nötig.

Grippeschutz-Impfung

Eine Grippeschutz-Impfung kann vor einer Infektion schützen.

Es gibt unterschiedliche Impfstoffarten: Einen Dreifach-Impfstoff und einen Vierfach-Impfstoff. Der Dreifach-Impfstoff enthält Antigene dreier weltweit zirkulierender Varianten des Virus, davon zwei vom Typ A sowie eine vom Typ B.

Der Vierfach-Impfstoff enthält einen weiteren B-Typen und ist teurer. Dieser Wirkstoff verspricht, nach Ansicht einiger Mediziner, einen besseren Schutz vor einer Grippe-Infektion.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung in erster Linie

  • älteren Menschen über 60 Jahre
  • chronisch Kranken mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • medizinischem Personal
  • Schwangeren

Die beste Zeit für eine Grippe-Impfung ist von September bis November. Auch später ist eine Impfung noch sinnvoll. Doch die Impfung wirkt nicht sofort, sondern erst nach zehn bis 14 Tagen.

Lohnt sich die Impfung noch?

Trotz des eingeschränkten Schutzes und der bereits vorangeschrittenen Grippesaison lohnt sich die Grippeschutzimpfung. So hält es das Robert-Koch-Institut für sinnvoll, die Impfung auch im Verlauf einer Grippewelle noch nachzuholen. Niemand kann vorhersagen, wann die aktuelle Grippewelle vorbei ist. Und selbst wenn die aktuelle Welle überstanden ist, kann es durchaus zu einer zweiten kommen.

Viele „Grippemittel“ aus der Apotheke wirken nicht

Wen es in der kalten Jahreszeit erwischt hat, der sucht sich meistens Hilfe in der nächsten Apotheke oder im Onlineshop. Denn es gibt viele bekannte Medikamente gegen die typischen Symptome, und das auch noch rezeptfrei.

Stiftung Warentest hat die bekanntesten untersucht und ein niederschmetterndes Urteil gefällt. Besonders die Kombipräparate, die mit mehreren Wirkstoffen zusammen gleich auf mehreren Baustellen arbeiten wollen, ergänzen sich meistens nicht wirklich sinnvoll oder erhöhen die Gefahr von Nebenwirkungen.

Bei Grippe hilft der Arzt

Wenn die Grippe Sie erwischt hat, kann ein Arzt Sie krankschreiben und Ihnen Medikamente verordnen, welche die Symptome lindern. Es gibt auch verschreibungspflichtige Arzneimittel, die den Verlauf der Grippe positiv beeinflussen können.

Wichtig: Bei einer „echten“ Grippe sollte binnen 48 Stunden eine antivirale Therapie starten. Sonst endet sie womöglich mit einer Entzündung von Lunge oder Herzmuskel.

Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, der Gedanke an volle Wartezimmer und lange Wartezeiten beim Arzt Sie aber noch mehr erschauern lässt, kann Ihnen unser Privatärztlicher Haus- und Notdienst, die Alpha-Ärzte, helfen:

Jederzeit sind wir für Sie im Einsatz und kommen bei Ihnen mit unserer mobilen Praxis vorbei – egal ob nach Hause, ins Büro oder ins Hotel.

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Schützen Sie sich vor den Grippe-Viren

  • Hände waschen

Die meisten Viren werden über Türklinken, Lichtschalter und Oberflächen in öffentlichen Verkehrsmitteln übertragen. Häufiges Händewaschen mit warmem Wasser und Seife ist deshalb der schnellste und einfachste Schutz gegen Erkältungen und Grippe.

  • Auf Händeschütteln und Umarmungen verzichte
  • Nicht in die Hände niesen oder husten, sondern in die Armbeuge oder in ein Einmal-Taschentuch
  • Taschentücher nach Gebrauch wegwerfen
  • Fassen Sie sich nicht an Auge, Nase und Mund: So wandern die Erreger am schnellsten in den Körper
  • Immunsystem stärken

Ihr körpereigener Schutzschild ist der wichtigste Faktor im Kampf gegen Viren und Bakterien. Ausgewogene und gesunde Ernährung ist im Zusammenspiel mit Bewegung und frischer Luft deshalb wichtig.

  • Trinken Sie reichlich Wasser, um die Schleimhäute in Nase und Rachen feucht zu halten. Das verbessert die Abwehrkräfte.
  • Lüften Sie zuhause zweimal am Tag, indem Sie fünf Minuten die Fenster öffnen. Frische Luft gibt dem Immunsystem den besten Kick
  • Heizen Sie Ihre Wohnung nicht über 21 Grad

Es ist besser, sich zuhause in einen dicken Pulli zu kuscheln, als sich an zu warme Räume zu gewöhnen. Das macht die Umstellung auf die Kälte draußen einfacher.

  • Menschenansammlungen umgehen

Wenn möglich, sollte man Stoßzeiten beim Einkaufen oder große Konzerte meiden. Denn auch hier lauern viele Ansteckungsmöglichkeiten.

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